Blog – things and thoughts

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Diese Arbeit gehört zu den neuen Werken zum Thema „Chorknaben“, Menschen, die singen. Mich interessiert gerade beim Thema „Portrait“ schon immer die emotionale Seite des Gesichtes. Durch welche kleinen Veränderungen in der Mimik verändert sich Emotionalität schlagartig, wie schnell wird aus einem Lachen ein Weinen, ein Schreien und wieder ein Lachen.

Wenn Leute singen, leben sie diese Emotionalität pur, ehrlich und direkt aus. Zum einen beziehen sie sich natürlich auf das, was sie singen, und zwar in jedem Moment immer wieder neu. Zum anderen sind sie beim Ausleben dieser Emotionalität auch nicht unbedingt Herr ihrer Gesichtszüge, sie „entgleiten“, sie sind ehrlich und gelebt.

Sänger zu porträtieren hat mir diese sichtbaren Gefühle noch einmal anders greifbar gemacht.

Bei diesem Bild kommt noch eine andere Seite der Assoziation hinzu. Die roten laufenden Farbspuren erinnern schnell an Blut, gleichsam leuchten sie aber auch so sehr, dass sie auch etwas Spirituelles, Entrücktes, Erleuchtetes haben. Dieser gegenläufige emotionale Part verbindet sich mit dem realen zu einer Form von Mystik.

Ohne Titel – 130x170cm – Acryl auf Leinwand

 

This painting belongs to a series of new works, named „Choir Boys“, people who do sing. If it comes to portraits I was always interested in the emotional side of a face. Through very small changes in the facial expression, the whole emotion of a face can change abruptly. How fast and easy can a laugh change into a crying, a screaming and again a laugh.

When people sing they live their emotions pure, honest and direct. They live the emotions of the text they sing in every moment new. On the other side they can not control their facial features while singing. This also creates an emotional honesty.

In this painting it is quite hard to understand the emotion of the face, because there is something else that restrains you to see it clear. The red colors that run from the top to the bottom could be associated with blood on the one hand. On the other side the red colors are so lightful, that they could also remind of something spiritual, engrossed or of satori.

No title – 130×170 cm – acrylic on canvas